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Erste Hilfe bei depressiven Verstimmungen: ABSENS von Depressionen

Wenn sich eine depressive Verstimmung anbahnt, ist es sinnvoll, frühzeitig gegenzusteuern – bevor sich eine ausgeprägte Depression entwickelt. Eine hilfreiche Orientierung kann das Akronym „ABSENS“ bieten. Es steht für sechs zentrale Lebensbereiche, die nachweislich zur Stabilisierung des psychischen Wohlbefindens beitragen.

Bevor man also psychologisch oder therapeutisch tiefer einsteigt, lohnt es sich, diese sechs Punkte ehrlich für sich zu reflektieren:


A – Achtsamkeit

Leben Sie achtsam?Achtsamkeit bedeutet, im Moment präsent zu sein – ohne zu bewerten. Eine gut erforschte, alltagstaugliche Methode ist die Meditation: Schließen Sie die Augen, richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Atem und beobachten Sie ihn, ohne ihn bewusst zu verändern. Wenn Gedanken auftauchen, nehmen Sie sie wahr und kehren Sie freundlich zum Atem zurück.

Auch ein Bodyscan – das achtsame Durchwandern des Körpers von Kopf bis Fuß – kann helfen, den Kontakt zum Hier und Jetzt zu stärken.


B – Beziehungen

Soziale Verbindungen zählen zu den wichtigsten Schutzfaktoren für psychische Gesundheit.Fragen Sie sich: Wann habe ich zuletzt jemandem ehrlich zugehört? Oder mich gemeldet, ohne etwas zu wollen?Gute Beziehungen entstehen durch Interesse, Zuwendung und kleine Gesten. Schon ein kurzer Anruf kann eine große Wirkung haben – für beide Seiten.


S – Schlaf

Erholsamer Schlaf ist essenziell für unser emotionales Gleichgewicht.7–8 Stunden pro Nacht gelten als ideal. Achten Sie auf eine ruhige, dunkle und eher kühle Schlafumgebung. Verzichten Sie möglichst nach 18 Uhr auf größere Mahlzeiten und viel Flüssigkeit, damit Ihr Körper sich nachts auf Regeneration statt Verdauung konzentrieren kann.


E – Ernährung

Was wir essen, beeinflusst unser psychisches Befinden stärker, als viele denken.Vermeiden Sie stark verarbeitete Lebensmittel – sie fördern stille Entzündungen im Körper, die mit Depressionen in Verbindung gebracht werden.Setzen Sie stattdessen auf natürliche, vollwertige Kost mit viel frischem Obst und Gemüse – das hilft, Entzündungsprozesse zu reduzieren und Ihre Stimmung zu stabilisieren.


N – Natur

Der Aufenthalt in der Natur wirkt nachweislich stimmungsaufhellend und stressreduzierend.Schon regelmäßige Spaziergänge im Grünen – idealerweise im Wald – können das Nervensystem beruhigen. Das sogenannte „Waldbaden“ ist in Japan längst Teil medizinischer Empfehlungen. Pflanzenstoffe wie Terpene, die von Bäumen ausgeschieden werden, haben nachweislich entzündungshemmende und entspannende Wirkung.


S – Sport

Bewegung ist eines der wirksamsten natürlichen Mittel gegen depressive Symptome.Studien zeigen: Bei leichten bis mittleren Depressionen wirkt regelmäßiger Sport ähnlich effektiv wie ein Antidepressivum.

Wichtig: Beginnen Sie niedrigschwellig.Bereits 10 Minuten Laufen oder Spazierengehen, ergänzt durch 5 Minuten Kraftübungen (z. B. Kniebeugen, Liegestütze, Planks), sind ein großartiger Anfang. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit – nicht die Intensität.


Fazit: ABSENS – Ihre persönliche Checkliste

Wenn Sie spüren, dass Ihre Stimmung kippt, fragen Sie sich:Bekommen diese sechs Lebensbereiche genug Aufmerksamkeit in meinem Alltag?

·       Achtsamkeit

·       Beziehungen

·       Schlaf

·       Ernährung

·       Natur

·       Sport

Kleine Veränderungen in diesen Bereichen können große Wirkung entfalten – gerade dann, wenn es noch nicht zu einer manifesten Depression gekommen ist.


Ich hoffe, dieser Beitrag konnte Sie inspirieren.Herzliche Grüße – und möge Ihr Leben stimmig, lebendig und verbunden sein!
Ich hoffe, dieser Beitrag konnte Sie inspirieren.Herzliche Grüße – und möge Ihr Leben stimmig, lebendig und verbunden sein!

Richard Ernstbrunner


 
 
 

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